Social-Media-Kampagne des Diözesanrats im Wahljahr 2017

Aktiv gegen Hass, Vorurteile und Verallgemeinerungen

 

2017 gehen Populistinnen und Populisten mit einfachen Antworten auf Stimmenfang. Digitale Schreihälse erreichen mit hasserfüllten Parolen im Internet größtmögliche Aufmerksamkeit. Es ist Zeit, etwas dagegen zu setzen – humorvoll, mutig und clever. Der Diözesanrat der katholischen Frauen und Männer im Bistum Essen ruft im Wahljahr 2017 dazu auf, sich nicht mit Vordergründigem zufrieden zu geben, sondern hinter die Dinge zu schauen:

 

Weniger einfache Antworten – mehrklick(s) für das Gute

 

Bild-Botschaften – über whatsapp verteilt – irritieren, provozieren oder belustigen zunächst. Nach einem mehrklick verwandeln sich die Provokationen in hintergründige Botschaften, die zum Nachdenken anregen. Die Website www.mehrklick.de bietet Hintergrundinformationen zu den Themen der Kampagne. Der User erfährt hier, welche Positionen der Diözesanrat vertritt. Alle sind herzlich zu einem fairen und konstruktiven Dialog eingeladen.

Wahlaufruf Bundestagswahl 21.09.2017

Wir beteiligen uns an den Wahlen! Nutzen auch Sie Ihre Stimme!

Am Sonntag, 24. September 2017, haben 62 Millionen Wahlberechtigte die Chance zu entscheiden, wer sie in der nächsten Legislaturperiode regiert. Für diese wichtige politische Richtungsentscheidung haben in den letzten Monaten alle Parteien den Wählerinnen und Wählern ihre Inhalte und Ziele vorgestellt. d.h. sie warben mit ihren Wahlprogrammen auf Plakaten, in Veranstaltungen, auf Marktplätzen und an vielen anderen Orten. In „TV-Wahlkampfarenen“ stellten sich die Spitzenkandidaten und – kandidatinnen den Fragen von Bürgerinnen und Bürgern. Sie begaben sich sogar in Interviews mit „You tube-Stars“ und nutzten mehr denn je das Internet als „Wahlkampf-Plattform“.

 

Dennoch ist zu beobachten: Es gibt Menschen, für die diese Wahlen keine Bedeutung haben („unwichtig“), manche nehmen deshalb ihr Stimmrecht nicht wahr. Laut Informationen der Bundeszentrale für politische Bildung „betrug die Wahlbeteiligung bei der Bundestagswahl 78,5 Prozent“ im Jahr 1949. Bei der Bundestagswahl im Jahr 2009 erreichte die Wahlbeteiligung in Deutschland mit 70,8 Prozent ihren bisher niedrigsten Stand. Im Jahr 2013 betrug sie 71,5 Prozent. Die meisten Wahlberechtigten gingen in Baden-Württemberg zur Wahl (74,3 Prozent), die wenigsten in Sachsen-Anhalt (62,1 Prozent). Gegenwärtig gibt es rund 62 Millionen Wahlberechtigte in der Bundesrepublik. Insgesamt fiel die Wahlbeteiligung bei der Bundestagswahl allerdings zuletzt höher als bei den meisten Landtagswahlen aus, […]“ (s. https://de.statista.com/)

 

Der Diözesanrat der katholischen Frauen und Männer hält demokratische Wahlen für wichtig und bedeutsam. Deshalb ist er der Überzeugung, dass alle wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger bei der Bundestagswahl am 24. September 2017 von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen sollen. Denn bei der Wahl, d.h. mit der Abgabe der Stimme, kann jede und jeder einerseits darüber mit entscheiden, dass Parteien und damit Abgeordnete ins Parlament kommen, die sich für Menschenwürde und Toleranz, Solidarität und Mitverantwortung im politischen Handeln einsetzen. Jede und jeder kann auch darüber mitentscheiden, dass Demokratie und friedliche Auseinandersetzung bei der Suche nach tragfähigen Kompromissen das Gesetz des politischen Handelns bestimmen. Andererseits kann mit der Stimmabgabe all denen eine Absage erteilt werden, die Vorurteile und Hass gegen Minderheiten und Fremde schüren und eine Ideologie der Ungleichwertigkeit von Menschen vertreten. Wer nicht zur Wahl geht, bestimmt den Wahlausgang auch mit. Im Verhältnis zur Wahlbeteiligung stärkt jede nichtabgegebene Stimme indirekt auch solche Parteien, die sich gegen die Grundsätze unserer Demokratie stellen. Deshalb, so der Diözesanrat, ist eine hohe Wahlbeteiligung wichtig. Alle Wählerinnen und Wähler sind aufgerufen, die Demokratie zu stärken, indem sie sich gegenseitig und besonders auch die, die nicht zur Wahl gehen wollen, ermutigen und selbstbewusst einladen: „Ich gehe wählen – komm mit“ Unser Wahlrecht ist ein hart erkämpftes Gut, dessen Wert leider auch unterschätzt wird.

 

Deshalb ruft der Diözesanrat auf: Wir beteiligen uns an den Wahlen! Nutzen auch Sie Ihre Stimme! s. auch www.bpb.de/politik/wahlen/bundestagswahl-2017

 

Viele katholische Verbände, die in der Vollversammlung des Diözesanrates im Bistum Essen vertreten sind, haben ihre Mitglieder über die Parteiprogramme und das Wahlsystem informiert, damit nicht nur die Verbandsmitglieder ihr Stimmrecht gut informiert wahrnehmen können, sondern damit sie auch andere motivieren können.“

 

 

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Links:

www.kfd-bundesverband.de
www.kab.de
www.kolping-ms.org
www.bdkj.de
www.zdk.de

 

 

Antikriegstag 01.09.2017

Frieden schaffen ohne Waffen

Das ist eine Vision, die nicht unbedingt so geteilt wird. Gerade in unserer Zeit, in der die Nachrichten über Terroranschläge, kriegerische Bedrohungen und Auseinandersetzungen voll sind. Aber es macht Sinn, die Vision wachzuhalten und daran zu arbeiten. Das ist die Ansicht des Diözesanrates im Bistum Essen. Und es bestehe dringender Handlungsbedarf, so der Diözesanrat.

 

Denn Deutschland ist der 5‐größte Rüstungsexporteur weltweit. Mit deutschen Waffen werden weltweit Kriege geführt, auch in den Ländern, aus denen die Menschen fliehen und als Flüchtlinge zu uns kommen.

 

Deshalb ist der Diözesanrat seit 2013 Mitglied der Aktion „Aufschrei! Stoppt den Waffenhandel!“. Grund für die Mitgliedschaft ist für den Diözesanrat sowie für mehr als 100 andere Organisationen Transparenz über den deutschen Rüstungsexport herzustellen. Denn bis heute geschieht die Waffenausfuhr nach wie vor unter unzureichender parlamentarischer Kontrolle. Das Bemühen des Diözesanrates und der anderen zielt aber vor allem darauf, den deutschen Rüstungsexport deutlich zu reduzieren mit der Perspektive, eine Welt ohne Waffen zu schaffen, weil Frieden mit Waffen nicht zu schaffen ist.

 

Pax Christi ist Mitglied der Vollversammlung des Diözesanrates und erinnert immer wieder an diese Perspektive und ruft dazu auf, sich an den unterschiedlichsten Aktionen zu beteiligen, so an der aktuellen Unterschriften‐Aktion „Mehr fürs Militär. Nicht mit uns!“

 

Frieden schaffen ohne Waffen ‐ das ist nach Ansicht des Diözesanrates eine Perspektive, für die es lohnt, sich einzusetzen.

 

 

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Link: www.paxchristi.de

 

Download PDF: Aufschrei Waffenhandel

Start der Kampagne am 27.08.2017

mehrklick ist ein Beitrag des Diözesanrats zu den aktuellen Debatten in unserer Mediengesellschaft. Wir rufen dazu auf, fair zu diskutieren, sich gründlich zu informieren und für Menschlichkeit einzutreten. Bis zum Ende des Jahres werden wir hier Themen ansprechen, die uns besonders wichtig sind. 

So können Sie mitmachen: Teilen Sie die Kampagnen-Bilder auf Whatsapp mit Ihren Kollegen und Freunden. 

 

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