07.12.2015 13:01

„Im Jahr 2030 gibt es keine Kirchenaustritte mehr….

Mit dieser „Vision“ und weiteren ausgewählten Ansätzen zur inhaltlichen Orientierung für die Pfarreientwicklungsprozess beschäftigte sich der Diözesanrat in seiner letzten Vollversammlung.

Bildquelle: Christian Schnaubelt

Mit dieser „Vision“ und weiteren ausgewählten Ansätzen zur inhaltlichen Orientierung für die Pfarreientwicklungsprozess beschäftigte sich der Diözesanrat in seiner letzten Vollversammlung.

 

Der Diözesanrat will mit der vorgelegten „Vision und Orientierung“ einen ermutigenden Beitrag zur „Erneuerung der Kirche im Bistum Essen“ leisten. Darin waren sich die Delegierten einig: „Wir wollen einerseits im Miteinander mit allen Verantwortlichen im Bistum um eine realistische Orientierung ringen, um andererseits mögliche Enttäuschungen bei notwendigen Entscheidungen in 2017 zu minimieren“, so Elisabeth Hotze, Mitglied des Vorstandes, die zusammen mit Altfrid Norpoth, auch Mitglied des Vorstandes, die Beschlussvorlage mit einer Arbeitsgruppe vorbereitet hatte.

 

Dieser Beschluss könne eine erste gute Gesprächsvorlage für die kommenden Vernetzungstreffen auf den Stadt- und Kreisebenen im Rahmen der Pfarreientwicklungsprozesse sein, so Luidger Wolterhoff, Vorsitzender. Denn nach intensiven Gesprächen mit der Bistumsleitung sei im November 2015  in Absprache mit dem Dezernat Pastoral und Vertretern der Stadt- und Kreisdechanten und dem Diözesanrat die Idee entwickelt worden, zur Sicherung der pfarreiübergreifenden Vernetzung für 2016 zwei Vernetzungstreffen auf Stadt-/ Kreisebene einzuplanen.

Ziel des Diözesanrates sei es  gewesen, strukturell verbindlich in die Pfarreientwicklungsprozesse eingebunden zu sein, und dies sei mit der Idee der Vernetzungstreffen erreicht worden.

 

Auch gesellschaftspolitisch legte sich die Vollversammlung mit den „Familienpolitischen Forderungen fest, die der Diözesanrat in das familienpolitische Netzwerk „Bindung macht stark“ einbringen will. „Unsere Forderungen setzen bei der Stärkung der Erziehungsverantwortung in der Familie an und beziehen sich dabei auch auf die Gewährleistung von Rahmenbedingungen wie flexible Öffnungszeiten, die die Übernahme von Erziehungsverantwortung ermöglichen“, so Gabriele Meckelburg, Mitglied des Vorstandes.

 

Darüber hinaus verabschiedete die Vollversammlung ein Positionspapier zur „Gleichstellung“ im Bischöflichen Generalvikariat und den angeschlossenen Einrichtungen. „ Dieses Papier ist notwendig, weil wir seitens des Diözesanrates bisher nach vielen, auch öffentlichen Ankündigungen, keine wirklichen Veränderungen bzgl. „Frauenförderung“ und „Gleichstellung“ im Bistum wahrgenommen haben.“ So begründen Dorothé Möllenberg , Vorsitzende , und Roswitha Paas, Mitglied des Vorstandes , diese Vorlage. –