21.12.2018 16:18

Weihnachtsgruß

„Ist Weihnachten ein Fest des Friedens? – Gewiß. Der Engel gibt das Stichwort: "Ehre sei Gott in der Höhe, und Friede den Menschen auf Erden, die guten Willens sind!"

aus: Suche-Frieden-Fotowettbewerb 2017, Willi Rolfes

– Nicht jedem leuchtet ein, was die Ehre Gottes mit dem Frieden auf Erden zu tun hat. Wer hier keinen Zusammenhang sieht, mag aber doch meinen, daß zumindest der gute Wille des Menschen schon eine Gewähr sei fur den Frieden auf Erden.
Ist Weihnachten ein Fest des Friedens? – Ob uns nun der Bericht aus "jenen Tagen des Kaisers Augustus" als Gottes verbürgtes Wort oder nur als Legende gilt – was dort geschildert wird, sieht doch wohl nicht so eindeutig nach Frieden aus, wie uns die pausbackigen Hirten, die Wollschäfchen und die bunt geputzten Könige unserer Tannenbaumkrippe glauben machen wollen! Denn um dieses Bethlehem stehen schon all die Schatten, die auch uns beunruhigen, wenn wir am Lichtkreis der Kerzen vorbeiblicken. Weder der Stern, noch das Kind, noch die Chöre der Engel haben diese Schatten aufgehoben. … über das Kind fällt der Schatten des Herodes. Wo blieben da die Engel, um den Frieden zu schützen? …


Dieser Mann ließ kein Idyll aufkommen um das Kind Jesus, nachdem ihm zu Ohren gekommen war, daß über das Neugeborene sonderbare Voraussagen zirkulierten. - Maria und Joseph flohen mit dem Kinde nach Ägypten, Hals über Kopf, ohne die nötigste Vorsorge. Auch wenn sie nicht schuld waren an dem Racheakt des Herodes: Sie konnten nicht übersehen, daß ihre Flucht der Anlaß war für den Tod anderer Kinder. …
Wie dunkel mußte ihnen der Gott erscheinen, der sie in diesen Konflikt hineintrieb! – Wie dunkel wird aber auch, angesichts solcher Ereignisse, das Wort: "... und Friede den Menschen auf Erden, die guten Willens sind!" …


So leicht kommt man dem Frieden nicht bei! Nicht dem Frieden auf Erden und schon gar nicht dem Frieden mit Gott:der Geborgenheit in seinem "un-heimlichen" Willen! – …“


„Suche Frieden“ – das Motto des 101. Katholikentages, der in 2018 in Müster stattfand, hat uns motiviert, die schon „älteren“ Gedanken zum „Fest des Friedens“ dennoch aufzunehmen.


Denn: Wie aktuell die Gedanken sind! Wie herausfordernd der Friede immer noch ist angesichts von Krieg, Hass, Vertreibung und Ungerechtigkeit weltweit in diesen Tagen! Wie schwer ist es zu erkennen, was wirklich dem Frieden dient, nicht nur weltweit, sondern auch bei uns, für jeden und jede einzelne/n persönlich. Wie schwer ist es zu erkennen, welchen Aufwand es kostet, den Frieden zu erhalten.
Der Diözesanrat hat in 2018 versucht, in seiner Arbeit Impulse in unsere Kirche, in unsere Gesellschaft hinein zu geben, die dazu beitragen sollten, die Suche nach Frieden nicht aufzugeben.


Wir danken Ihnen für alle Ihre Bemühungen um „Frieden“ in Ihren Pfarreien, Verbänden und Räten, auch wenn es uns verbindet: „So leicht kommt man dem Frieden nicht bei!“


Wir bedanken uns darüber hinaus für Ihre Unterstützung und Mitarbeit an unseren gemeinsamen Zielen.
Eine frohe und gesegnete Weihnachtszeit und ein gutes und friedliches Jahr 2019 wünscht Ihnen


Dorothé Möllenberg, Vorsitzende
Luidger Wolterhoff, Vorsitzender
Dr. Michael Dörnemann, Geistlicher Assistent
Mechtild Jansen, Geschäftsführerin