08.05.2017 15:26

"Die Zeit zum Handel ist jetzt. Wann nicht jetzt, wann dann!"

Das war der Tenor bei der diesjährigen bundesweiten Veranstaltung zum Tag der Diakonin, die in Stuttgart stattfand und von ZdK, kfd und KDFB sowie dem Netzwerk Diakonat wieder veranstaltet wurde.

Bildquelle : Andreas Stix / pixelio.de

Alle TeilnehmerInnen und auch die Referentinnen und Referenten waren sich darin einig.

In den letzten Jahren sei das schon immer festgestellt worden, so Mechtild Jansen, Geschäftsführerin des Diözesanrates der katholischen Frauen und Männer im Bistum Essen, die als Vertreterin der Diözesanräte auf einem Podium mitwirkte.

Nun sei es an der Zeit, wirkungsvolle Schritte zu gehen, damit die Glaubwürdigkeit der Kirche nicht auch hinsichtlich solcher Aussagen, "Es muss was für die Frauen getan werden"  - vom Papst angefangen bis zu vielen einzelnen Bischöfen, auch in Deutschland – völlig verloren gehe. Mechtild Jansen berichtete, dass für die anwesenden Frauen, aber auch für viele Frauen und Männer darüber hinaus, die theologischen und sachlichen Argumente schon lange ausgetauscht seien. Die Geduld sei bei vielen am Ende, niemand wolle sich mehr vertrösten zu lassen oder endlos auf Antworten zu warten. „Entweder kommen jetzt Antworten. Wenn nicht, ziehen sich Frauen noch mehr aus der Kirche zurück.“, so Mechtild Jansen. Aus ihrer Sicht gehe es jetzt um eine Entscheidung - und das sei eine Machtfrage. D. h. es müsse vom Papst und Bischöfe entschieden werden: " Will ich das Amt der Diakonin oder will ich es nicht?"

 

Ausgehend von dem Abschluss-Statement zum Tag der Diakonin 2017 sollen bei der kommenden Vollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken in Berlin Anträge gestellt werden, dass die Deutsche Bischofskonferenz Entscheidungen über die Zulassung von Frauen zur Weihe als Diakoninnnen herbeiführt.

 

 

Mechtild Jansen, Geschäftsführerin